Berufsorientierung bei Bikar in Korbußen

Amthor-Schüler zu Gast bei Aluminiumlieferanten in Korbußen. Ausbildungsmöglichkeiten in Produktion und Büro

Alexander Hoyer, Verkaufsleiter bei der Firma Bikar Aluminium in Korbußen mit Schülern der Klasse 17/1 der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Wirtschaft und Verwaltung in Gera auf dem Bikar-Gelände vor Aluminiumblöcken. (Foto: Robin Kraska)

Korbußen. Die meisten Arbeitsprozesse, die Alexander Hoyer in den Werkhallen erklärt, muss er versuchen zu übertönen: Es geht laut zu bei Bikar; Sägen und Aggregate laufen, Gabelstapler laden Fracht ab.

Am Mittwochvormittag hatte der Verkaufsleiter des Korbußener Unternehmens 42 Schüler aus den Klassen 17/1 und 17/2 der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Wirtschaft und Verwaltung "Dr. Eduard Amthor" (SBBS) zu Gast. Die jungen Männer und Frauen besuchen dort die Berufsfachschule, an der sie in zwei Jahren den Realschulabschluss ablegen werden und sich gleichzeitig beruflich orientieren können. Schwerpunkt ist der Bereich Wirtschaft.

"Einen Großteil unserer Stellen haben wir freilich in der Produktion", sagt Hoyer, deren Schritte er den Schülern erläutert. "Dennoch bilden wir auch Büroberufe aus, zur Zeit zum Beispiel sechs Industriekauffrauen", so Hoyer, für die er auch Ausbildungsleiter ist. Sie koordinieren auch die Zusammenarbeit und Projekte mit der SBBS. Heike Häselbarth, dort Lehrerin für Betriebswirtschaftslehre (BWL) und somit auch für die kaufmännischen Bikar-Azubis ist überzeugt: "Am wichtigsten ist die Verzahnung von Theorie und Praxis."

Die Sache mit der Zuverlässigkeit

Dazu dienten nicht nur Exkursionen wie diese, sondern auch die SBBS-Übungsfirma "Gera unterwegs!", ergänzt Fachpraxislehrerin Daniela Schneeweiß. Dort üben die Schüler in einer fiktiven Firma unternehmerisches Handeln, aber auch Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit, Verantwortung und soziale Kompetenz.

Vor allem Erstere habe laut Hoyer in letzter Zeit nachgelassen. "Mit fällt auch auf, dass jemand, der noch zu DDR- oder Wendezeiten gelernt hat, von einem ganz anderen Kaliber ist, als leider viele der jungen Leute heutzutage." So würden viele Speditionen händeringend Fahrer suchen, aber kaum Bewerber haben. "Wir selbst nehmen gern junge Menschen aus der Region, die kennt mancher Mitarbeiter schon um zwei, drei Ecken und kann uns einen ersten Eindruck vermitteln", sagt Hoyer weiter.

Von Bewerbern wünsche man sich bei Bikar in der Regel einen "vernünftigen Realschulabschluss", und gute Leistungen in Fächern wie Mathematik und Physik. "Aber natürlich muss immer das Gesamtpaket stimmen. Wenn einer fleißig ist und Talent hat, aber in Deutsch halt eine Vier – mein Gott!", sagt Hoyer.

Die Produktion ist für Ylenia Dahl aus der 17/2 nicht so interessant, das Kaufmännische dagegen sehr: "Der Einkauf reizt mich, ich kann mir aber auch vorstellen, im Büromanagement oder als Industriekauffrau zu arbeiten", sagt die 23-Jährige. "Es war aber spannend, das hier einmal gesehen zu haben!"

Lehrstellenangebote unter www.bikar-aluminium.com.

Von Robin Kraska

Quelle:
gera.otz.de/web/gera/startseite/detail/-/specific/Berufsorientierung-bei-Bikar-in-Korbussen-1520535

Ostthüringer Zeitung (14.12.2017)
Internet: www.otz.de
Bildquelle: Foto von Robin Kraska (OTZ - Ostthüringer Zeitung)

Ostthüringer Zeitung
 
 
 

     Wettbewerb 'Gründerpreis Thüringen 2012' (IHK Ostthüringen zu Gera) - BIKAR-ALUMINIUM GmbH (Kategorie: Erfolgreichstes Jungunternehmen)

     Informationen zu FORMODAL®